Weltrekord 2001

Der Kanubike-Weltrekord wurde nach Deutsch­land geholt

Es vergeht kein Jahr, in dem Extrem­sportler Ingo­-Kai Schof­fer sich nicht irgen­deine neue Marke seiner exzel­len­ten Fit­ness setzt. Jetzt stellte der Esslinger auf dem Neckar einen neuen Wel­trekord mit seinem Kanu­bike auf.

Tag und Nacht auf dem Neckar

Am ersten Sep­tem­ber­woch­enende trieb er mit seinem Kanu­bike auf einem Rund­kurs auf dem Neckar – zwis­chen dem Boothaus der Esslinger Kanu­vere­ini­gung und der Schleuse Obertürkheim – durchs Wasser.

Nach 24 Stun­den und 27 Run­den hatte der 31-Jährige 194 Kilo­me­ter zurückge­legt und damit die alte Bestleis­tung des Amerikan­ers John Howard um 28 Kilo­me­ter übertrof­fen – neuer Rekord in der Kat­e­gorie „Human­Pow­ered Boots”.

Ein­fach war die gesamte Aktion in keiner Weise, vier Mor­gens schien sogar alles vor­bei: Es hatte zu reg­nen begonnen und über die Strecke blies ständig ein starker Wind. Ingo­-Kai Schof­fer fuhr jedoch weiter und schaffte es. Mor­gens um 10 war der gel­ernte Dreher dann endlich am Ziel.

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Mit dem Kanu­bike in 24 Stun­den fast 200 Kilo­me­ter gestrampelt

Ingo-Kai Schof­fer trat 24 Stun­den und 194 km bei unglaublichen 180 Watt durch­schnit­tlicher Leis­tung auf seinem high-tech Boot in die Pedale.

Es ist Son­ntag, der 2. Sep­tem­ber 2001 mor­gens 10.00 Uhr in Esslin­gen am Neckar. Auf ziem­lich wack­e­li­gen Beinen, durch­schwitzt und abgekämpft bis an seine physis­chen Gren­zen kommt Ingo-Kai Schof­fer nach einer lan­gen Nacht müh­sam wieder an Land:

24 Stun­den lang hatte der Extrem­sportler auf seinem Kanu­bike so kräftig in die Ped­ale getreten, dass er den bish­eri­gen Wel­trekord des Amerikan­ers John Howard (166 km) um sagen­hafte 28 km über­bi­eten kon­nte. Eine Leis­tung der Son­derk­lasse, die das Gesicht des Sportlers trotz Erschöp­fung vor Freude hell aufleuchten lässt.

Der für seine Stadt engagierte Sportler wird gefeiert.

Seine Kanu Fre­unde, die Mannschaft der DLRG Esslin­gen, Repräsen­tan­ten der Stadt, die Zuschauer und nicht zuletzt die eigene Fam­i­lie sind begeis­tert. Sie alle hat­ten ihn aktiv bei seinem Vorhaben unter­stützt und Vere­in­skol­le­gen waren während des Spek­takels bis zu 64 km neben ihm kniend im Kanadier gepad­delt. , um ihn auf dem Wasser anzufeuern. In sieben Schichten hat­ten Mit­glieder des DLRG Ingo­-Kai Schof­fer auf seiner Tour mit Obst, iso­tonis­chen Drinks und Schof­fers Geheim­rezept, stark gesüßtem Fenchel­tee, ver­sorgt. Bis auf wenige kurze Pausen zur Erledi­gung der men­schlichen Bedürfnisse und für Dehnübun­gen der Beine, während denen die Uhr aber gnaden­los weit­er­lief, hatte er 24 Stun­den lang non­stop sein Boot mit Ziel Wel­trekord bewegt.

Ich bin sehr glück­lich, ich habe es tat­säch­lich geschafft!“.

Anfangs schien das Unternehmen unter keinem guten Stern zu ste­hen und so begann es gle­ich mit Prob­le­men. Kurz nach dem Start musste, bei laufender Uhr, ein Ersatz für den beschädigten Antrieb besorgt und einge­baut wer­den. Dann kann in der Nacht gegen 4:00 Wind, Regen, Kälte und auch bleierne Müdigkeit auf, die ihn beinahe zur Auf­gabe zwan­gen. Den­noch, mit dem ihm eige­nen, eis­ernem Willen hat er den Rund­kurs auf dem Neckar zwis­chen Esslin­gen und der Schleuse Obertürkheim 27 mal bezwun­gen und ist sich nun sehr sicher, dass da ein Her­aus­forderer schon mit Urge­walt in die Ped­ale treten muss, wenn dieser Rekord noch ein­mal über­boten wer­den soll.

Wie schafft ein Men­sch eine solche Extremleistung?

Ingo-Kai Schoffer’s Geheimwaf­fen im Boot sind: Fenchel­tee, stark gesüßt, und sein Walk­man. Darauf schwört er und spricht dann auch über seine Train­ings vor­bere­itun­gen, die er seit Jahres­be­ginn 2001 nach durch­dachtem Zeit­plan abgeleis­tet hat.

Täglich viele Kilo­me­ter Kanu­bike zur Stärkung der benötigten Muskel­par­tien und als Aus­dauer– Train­ing. Ebenso viele tägliche Kilo­me­ter Spin­ning. Mit bei­den Train­ings­geräten hat der Extrem­sportler nach eige­nen Angaben während seiner Vor­bere­itungszeit zusam­men ca. 15.000 km zurückgelegt.

Der Antrieb des Kanu­bike ist vom Feinsten!

Sein Kanu­bike war noch zwei Jahre vorher an die 80 kg schwer. Heute bringt es mit Ausleger ger­ade noch 25 kg auf die Waage und der Antrieb ist vom Fein­sten: Hoch effizient, paten­tiert, streng gehütetes Geheim­nis und neben Schof­fers kör­per­lichen Leis­tungs­fähigkeit der wichtig­ste Vor­sprung in dieser Disziplin.

Dieser Wel­trekord gehört für ihn inzwis­chen schon zu seiner Sport­geschichte, denn Ingo-Kai Schof­fer ist bere­its dabei, andere Reko­rd­ver­suche für das Jahr 2002 zu pla­nen und in Angriff zu nehmen. Wie er durch­blicken lässt, wird er der süd­deutschen Region treu bleiben und sicher geht es jedoch wieder um Aus­dauer und Muskelkraft.

Für Ingo-Kai Schof­fer gibt noch so Vieles zu Wasser und zu Lande, was ihn reizt. Lassen wir uns überraschen!

Bilder­ga­lerie vom Wel­trelord auf dem Neckar 2001

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